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"Beim Modekauf ist der Effekt berüchtigt: Die Farbe der eben erstandenen Bluse, die im Laden noch so gut gefallen hatte, erweist sich bei Tageslicht betrachtet als Enttäuschung – sieht sie draußen doch plötzlich etwas anders aus: Das vermeintliche Gelb hat auf einmal einen Grünstich und das Zartrosa hat sich in der Sonne zu einem doch eher kräftigen Farbton gewandelt. Schuld an diesen Farbverschiebungen ist das Kunstlicht: Da es ein anderes Farbspektrum aufweist als das Tageslicht, erscheinen damit beleuchtete Objekte für den Menschen in anderen Farben.

Auch wenn es zunächst widersinnig klingt: Die Sonne kommt dem Ideal, das Physiker als "Schwarzen Körper" bezeichnen, schon ziemlich nahe, auch wenn sie alles andere als schwarz ist. Das Spektrum des von ihr ausgesandten Lichts zeigt in guter Näherung den Verlauf, den die Strahlungsgesetze für einen solchen idealisierten Körper vorhersagen. Der entscheidende Punkt für die menschliche Wahrnehmung ist hierbei, dass es sich zumindest im sichtbaren Bereich um ein weitgehend kontinuierliches Spektrum ohne allzu große Lücken oder Sprünge handelt.

Dieses Sonnenspektrum hat in den Jahrmillionen der Evolution das menschliche Farbensehen geprägt. Wird ein Gegenstand nun mit Licht mit einer davon abweichenden spektralen Verteilung beleuchtet, kann sich auch die Farbwahrnehmung verschieben. Genau dies ist bei vielen Kunstlichtquellen der Fall, deren Spektrum manchmal extrem von dem kontinuierlichen Spektrum der Sonne abweicht. [...]"

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http://www.farbimpulse.de/Truegerisches-Licht.kunstlicht.0.h...
Quelle: Farbimpulse Newsletter 26.10.2011