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"Wer unter hohem Blutdruck leidet, lebt offenbar wie unter einer Glasglocke: Er nimmt Gefühle bei anderen nur gedämpft wahr, haben US-Forscher jetzt in einer Studie mit 106 Freiwilligen gezeigt. Egal, ob es sich um emotionale Gesichtsausdrücke handelt oder um die Beschreibung einer emotional aufgeladenen Situation – je höher der Blutdruck, desto schlechter konnten die Probanden das vorherrschende Gefühl erkennen und beschreiben. Was bei diesem Zusammenhang allerdings Ursache und was Wirkung ist, können die Wissenschaftler bisher nicht sagen. Es sei möglich, dass der erhöhte Druck die Durchblutung im Gehirn verändert und damit die Reaktion auf Gefühle beeinflusst. Ebenso denkbar sei, dass beides, der höhere Blutdruck und die veränderte Wahrnehmung, auf Veränderungen in einem übergeordneten Regelkreis zurückgehen und somit nur zwei Symptome eines anderen Problems sind. Auch der umgekehrte Fall sei nicht auszuschließen, dass die gedämpften Emotionen Stress erzeugen und damit den Blutdruck erst hochtreiben. [...]"

James McCubbin (Clemson University) et al.: Psychosomatic Medicine, Online-Vorabveröffentlichung, doi: 10.1097/ PSY.0b013e318235ed55

© wissenschaft.de – Ilka Lehnen-Beyel

Den gesamten Artikel finden Sie unter folgendem Link:
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/314462.html
Quelle: www.wissenschaft.de Newsletter 05.11.2011