"Ob Vergangenheit oder Zukunft: Die Beurteilung einer unmoralischen Tat müsste eigentlich immer gleich ausfallen, unabhängig vom Zeitpunkt des Geschehens. Dem ist jedoch nicht so, wie jetzt der US-Forscher Eugene Caruso von der University of Chicago durch psychologische Tests herausgefunden hat. Vielmehr wird dieselbe Tat als deutlich schlimmer empfunden, wenn ihre Ausführung noch bevorsteht. Damit nicht genug: Hat das Ereignis bereits stattgefunden, forderten die Versuchsteilnehmer dafür ein deutlich geringeres Strafmaß ein, als beim gleichen Szenario in der Zukunft. Der Wissenschaftler vermutet als Ursache für die unterschiedliche Beurteilung die starke Zukunftsprägung des Menschen: Künftige Ereignisse seien generell stärker mit Emotionen belegt, da sie unterbewusst mit Ängsten einhergingen.
Eine künftige Bedrohung wird als gefährlicher empfunden als dasselbe Ereignis, das bereits überstanden ist - unabhängig davon, ob man selbst betroffen ist oder nicht. So weit, so logisch. Caruso interessierte nun zunächst, ob auch die moralische Beurteilung vom Zeitpunkt des Geschehens abhängt [...]
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